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„Elementare“ Neuigkeiten

Mikroplastik in Wasserkörpern und in der Nahrungskette

Seit 1950 wurden weltweit ca. 8,3 Mrd. Tonnen Kunststoffe produziert. Bei allen Vorteilen, die diese Substanzklasse aufgrund zahlreicher interessanter und hilfreicher Eigenschaften innehat: Millionen von Tonnen an Plastikabfällen landen jährlich – wenn es gut geht – auf Deponien, viele Millionen Tonnen aber auch in unseren Flüssen und Seen und gelangen darüber in alle Weltmeere und damit auch an die entlegensten Orte der Welt, incl. der Antarktis.

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Antibakterielle Oberflächen ohne Biozide

Die Herstellung von bakterienfreien Oberflächen ist meist mit erheblichem Aufwand verbunden. Mikroorganismen können sich aufgrund ihrer seit Millionen von Jahren bewährten und optimierten „Haftungs-Strategien“ über kurz oder lang nahezu an allen Materialien und Oberflächen festsetzen. Häufig bedarf es großer Mengen chemisch aggressiver Stoffe (Biozide), um diese Oberflächen wieder von Bakterien und Mikroorganismen zu befreien – oder entsprechender technischer Tricks, wie bei dem neuartigen hier vorgestellten Verfahren der MUNDITIA Technologies GmbH.

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Klimaanlagen: Raumluft-Hygiene und Abrechnungsprobleme

Die Abrechnung von Verbrauchskosten wie Wasser, Strom und Wärme / Gas ist in Gebäuden in Gewerbe / Industrie, Einkaufszentren / Shopping Malls wie auch in der Wohnungswirtschaft seit vielen Jahren üblich und Stand der Technik (bekannt und geläufig sind hier beispielsweise Wärmezähler bzw. Wärmemengenzähler (WMZ)). Für alle gängigen Verbrauchskosten gibt es standardisierte und kalibrierte bzw. geeichte Zähler, um verbrauchsbezogene Abrechnungen in festgelegten Abrechnungsintervallen zu ermöglichen und damit der EU-Energieeffizienzrichtlinie zu genügen (die dazu beitragen soll, das große Klimaziel zu erreichen, den Gesamtenergieverbrauch in der EU bis 2020 um 20 Prozent zu verringern), und schließlich Diskussionen um Unregelmäßigkeiten und mögliche Mehrverbräuche zu vermeiden – nur bei Klimaanlagen ist die exakte Abrechnung der Kälteleistung problematisch.

Klimaanlagen – aufbereitete Luft heutzutage unverzichtbar, aber Kosten schwierig abzurechnen

So ist es noch immer gängige Praxis, Klimaluft nach Flächenanteilen und nicht nach individuellen tatsächlichen Verbräuchen abzurechnen. Wie wenig praxisorientiert dies ist, illustriert folgendes Anschauungsbeispiel:

Lüftungskosten, Tankstellenvergleich

Lüftungskosten, Tankstellenvergleich, Foto: Luftmeister GmbH

Stellen Sie sich einmal vor, Sie haben gerade getankt, kramen in Ihrer Hosentasche nach Portemonnaie und Kreditkarte und gehen mit der Information: „Säule 3, Diesel, EUR 45,85“ im Hinterkopf zum Bezahlen an das Kassenhäuschen. Der freundliche Herr am Tresen lächelt Sie an und sagt: „Säule 3, aha, das macht dann EUR 325,-„. Wie das, denken Sie sich, sollte ich mich so verlesen haben? …, doch der Kollege am Kartenterminal hat eine einfache Antwort bzw. Erklärung für seine Art der Abrechnung parat: „Wir haben hier im Monat Gesamtkosten von 35.000 EUR an Benzin und Diesel, die legen wir der Einfachheit halber auf die Grundfläche aller monatlich tankenden Fahrzeuge um und bekommen so den Tankpreis pro m². Ihr VW Passat hat eine Grundfläche von 13 m², damit ergeben sich für Sie anteilig die genannten Kosten von EUR 325,-.“

Flächenbezogene Abrechnung von Klimaluft ist „Stand der Technik“

Luftmeister, Kosten Klimaanlagen

Foto: © Luftmeister GmbH

„Sehr merkwürdig“ denken Sie sich an dieser Stelle des Gesprächs, und Sie liegen damit völlig richtig. Dieses krude Abrechnungsverfahren ist in der Tat „Stand der Technik“ in der Abrechnung von Klimaluft. Man kann sich leicht vorstellen, dass dies zu erheblichen Verzerrungen in den Abrechnungen führt und das Nutzungsverhalten in keiner Weise widerspiegelt. Man denke nur einmal an ein klassisches Einkaufszentrum mit zahlreichen Läden, Restaurants, Service-Points u.a. Die Nutzungszeiten wie auch die gewünschten Raumtemperaturen, und auch die gesetzlich geforderten Luftwechselmengen, weichen hier teilweise erheblich voneinander ab – trotzdem ist allein der Flächenanteil an der Gesamtfläche des Einkaufszentrums die Abrechnungsgrundlage. Leicht nachvollziehbar, dass in solchen Gewerbeobjekten ein erheblicher Anteil der Verbrauchskosten für Klimaluft für den Betreiber bzw. den Dienstleister der Klimaleistung per Abrechnung nicht eingezogen werden kann, da die Nutzer, die sich angesichts der gängigen Abrechnungspraxis erheblich benachteiligt sehen, gegen diese Abrechnungen klagen und somit hohe Summen in Gerichtsprozessen lange Zeit in der Entscheidung stehen – oder schlichtweg einen ihnen angemessenen Teil unbezahlt lassen.

Heutige Abrechnungspraxis bei Klimaanlagen verhindert sparsamen Umgang mit teurer, aufbereiteter Luft

Eine solche Abrechnungspraxis führt auch keinesfalls zu einem nachhaltigen Umgang mit der Ressource „Klimaluft“: warum soll ich eigentlich an Klimaluft sparen und die Raumtemperatur nicht so weit herunterregeln, wenn ich doch sowieso jeden Monat das Gleiche bezahlen muss?

Klimaanlage, Feuchteschaden

Foto: eigene Aufnahme

Ein weiteres Problem aus dem Bereich der Gebäudehygiene: in kühlen, ja teilweise „unterkühlten“, Räumen kommt es viel häufiger zu Problemen mit der Raumlufthygiene, da sich durch Kondensat- und Feuchteabscheidung schnell feuchte Flecken und Wasseransammlungen bilden können, die schnell zur Quelle für die Vermehrung von Mikroorganismen werden können und eine Ausbreitung von Schimmel an Wänden und in der Raumluft begünstigen.

Innovative Technologie zur verbrauchsbezogenen Abrechnung von Klimaluft in den Startlöchern

Doch nun gibt es eine technische Lösung für dieses Abrechnungsproblem. Der Schlüssel liegt in der genauen Messung von Luftmengen („Massenstrom“) und den darin enthaltenen Energiemengen. Die Luftmeister GmbH, die sich bereits seit vielen Jahren messtechnisch mit der Erfassung kleiner Differenzdrucke befasst, hat sich mit diesem messtechnischen Problem über mehrere Jahre befasst. Als Ergebnis dieser Arbeiten steht  nun ein System zur Verfügung, das die Abrechnung von Klimaluft revolutionieren kann: der „Luftmeister“.

Luftmeister, Genauigkeit bei widrigen Bedingungen

Foto: © Luftmeister GmbH

Herzstück des Messsystems ist ein ausgeklügeltes Messverfahren, das auch in verwinkelten Lüftungskonstruktionen und unter ungünstigen Betriebsbedingungen (Teillastbetrieb, kurze Einlauf- / Auslaufstrecken, …) mit hoher Genauigkeit eine präzise Messung von durchfließender Luft und enthaltener Wärmemenge erlaubt. Die „Luftmeister“ werden am werksinternen, DAKKS-akkreditierten Massenstrom-Kalibierstand kalibriert, wodurch eine hohe Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit der Messergebnisse erreicht wird. So liefert diese Technologie eine Genauigkeit der Messung von Energieströmen von < 3 % bei Betriebsbedingungen von Volllast bis 60 %, und selbst bei Teillastbetrieb herunter bis 20 % Luftleistung noch immer eine Genauigkeit von < 7,5 %. Diese hohe Genauigkeit sowie eichfähige Variantenlassen so auch Geschäftsmodelle wie das „Kälteluft-Contracting“ möglich werden, das im Bereich Druckluft, Strom und Wärme heute bereits gang und gäbe ist.

Innovative Luftmeister-Technologie für Neubauten und Bestands-Gebäude geeignet

Die Großserien-Produktion des Luftmeister-Systems ist für die 2. Jahreshälfte 2017 geplant und zielt vor allem auf Neuanlagen, eignet sich darüber hinaus aber auch für den Einbau in Bestandsanlagen. Dazu müssen in vorhandenen Luftkanal-Systemen nur einige wenige Öffnungen zum Einbringen von Enthalpiefühlern und Massenstromzählern vorbereitet werden (selbstverständlich mit einer anschließenden professionellen Abdichtung der eingebrachten Messstellen). Die Schlüsseltechnologien für die Massenstrom- und Enthalpiemessung stehen bereits heute in Form von erprobten und zuverlässigen Einzelkomponenten (Sensoren) zur Verfügung und werden vom Hersteller projektbezogen in ein Nutzer-spezifisches Technologiekonzept integriert.

Das System wird komplettiert durch eine praxisorientierte MSR-Technik, die eine Einbindung in alle gängigen GLT-Systeme ermöglicht (BACnet, Modbus, M-Bus, …). Damit wird künftig schon in der Planungsphase von größeren Gewerbegebäuden mit entsprechender Klimatechnik eine Ausrüstung mit präziser und verlässlicher Messtechnik möglich, die letztlich eine verbrauchsgerechte Abrechnung von Klimaluft ermöglicht und damit künftige Rechtsstreitigkeiten in diesem Bereich vermeiden hilft. Um dieses Vorhaben noch rechtssicherer zu machen, werden in einem 2. Schritt auch eichfähige Systemkomponenten verfügbar sein.

Und dass intelligente und durchdachte Technik nicht immer unbedingt in „technischem Ambiente“ mit vielen Kabeln, Steckern und Befestigungsklammern daherkommen muss, sondern ganz im Gegenteil auch noch super aussehen kann, unterstreicht der Gewinn des Designpreises „German Design Award 2017“ durch das Luftmeister-System.

Luftmeister, Technik u. Design

Foto: © Luftmeister GmbH

Wenn Sie weitere Fragen zur Raumluft– und Trinkwasserhygiene in Wohnungswirtschaft und Gewerbe- / Industriebauten haben, nutzen Sie unsere Sach- und Fachkompetenz als Technische Beratung in allen Bereichen der Prozesswasser- und Trinkwasserbehandlung sowie der Raumluftkontrolle und -aufbereitung. Als Kompetenznetzwerk mit einem breiten Erfahrungsschatz bieten wir Ihnen praxisnahe Hilfestellungen und sinnvolle und bezahlbare Lösungen zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der Hygiene in Ihrer Raumluft und Ihrem Trinkwasser. Gerne beraten wir Sie in einem ersten Gespräch kostenfrei und unverbindlich; nutzen Sie für Ihre Anfrage das Kontaktformular der Web-Site!

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Blog-Beiträge Dr. Matthias Brück

 

Nachtrag 31.08.2018:

Hoher Besuch im Hause Luftmeister: der Umweltminister von Baden-Württemberg, Herr Franz Untersteller, lässt sich im Rahmen eines Besuchs bei der Luftmeister GmbH in Kirchzarten die innovative und umwelt- wie energietechnisch beispielgebende Luftmeister-Technologie zur hochgenauen Luftmengen- und Luftenergiemengenmessung erklären:

Technik steigert Energieeffizienz – Kirchzarten – Badische Zeitung Umweltminister Untersteller bei Luftmeister in Kirchzarten.

 

Ecoliance – Workshop „Wasser“ 16.08.2018

Sauberes Trinkwasser ist ein Menschenrecht – so steht es im UN-Menschenrechtsabkommen aus dem Jahr 2010.

Während wir in Deutschland in der glücklichen Lage sind, das Wasser aus dem Wasserhahn bedenkenlos trinken zu können, ist das in anderen Regionen der Welt oft nicht so einfach …

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Netzwerk Ecoliance – die Zukunft der Umwelttechnik gestalten

Dr. Matthias Brück Technische Beratung und Produkt-Service –  jetzt Mitglied bei Ecoliance

Wir freuen uns über die Mitgliedschaft im Umwelttechniknetzwerk Ecoliance Rheinland-Pfalz! Das fachlich breit gefächerte Netzwerk bringt rheinland-pfälzische Umwelttechnikunternehmen zusammen zur gemeinsamen Entwicklung von Verbundlösungen und nachhaltigen Innovationen. Im Verbund wollen wir mit der notwendigen Schlagkraft Chancen auf dem globalen Markt der Umwelttechnik nutzen. Dabei stehen anwendungsorientierte, ganzheitliche Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft im Vordergrund.

Wir freuen uns auf den Branchenaustausch, neue Impulse und interessante Aufträge!

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Wunderwaffe Mikrobiom – Bakterien sind nicht immer schädlich

Kampf den Keimen – ob im Wasser oder wo auch immer … Der Mensch teilt sich seinen Körper mit Billionen von Mikroorganismen – auf uns und in uns leben mehr Mikroorganismen, als wir selbst Zellen haben! Eklig? – keineswegs: ohne die mikroskopisch kleinen Lebewesen und Helfer könnten wir nicht einmal unser Mittagessen verdauen …

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