18 Aug 2015

Belastung durch Fäkalkeime vor Ort schneller testen

Neue Methode des Österreichischen Startups Vienna Water Monitoring verspricht schnelle Auskunft über belastetes Wasser

18 Aug 2015
ColiMinder von VWM

ColiMinder® von VWM, Foto: © VWM / Vienna Water Monitoring Solutions

Das neue Verfahren, das das Start-Up-Unternehmen „Vienna Water Monitoring“ (VWM) vorstellt, stellt fast 200 mal schneller als die gängige Standardmethode fest, ob Wasser mit Fäkalkeimen belastet ist. Die Stadt Wien ist in ihrer Hauptkläranlage einer der ersten Testanwender des „ColiMinders“.

Trinkwasserversorgung muss laufend überwacht werden

Trinkwasserversorgung und -aufbereitung sind komplexe Prozesse und müssen laufend überwacht werden, um sicherzustellen, dass kein verschmutztes Wasser in Umlauf gerät. Gerade das Auftreten von Fäkalkeimen weist häufig auf eine Beschädigung des Wassernetzes und ein Eindringen von verschmutztem Oberflächenwasser (z.B. durch Kanalabwässer oder durch Gülleausbringung auf Felder) hin.

GÜelle-Düngung

Foto: Wikipedia.de / Wald1siedel, Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International

(Video: YouTube / Standard-YouTube-Lizenz, © Stadtwerke Görlitz AG)

Fäkalkeime – einerseits lebensnotwendig, an falscher Stelle dagenen gefährlich

Fäkalkeime, auch Coliforme Bakterien genannt, sind nicht per se schädlich. Als Darmbewohner sind sie sogar lebensnotwendig, denn sie helfen uns bei der Verdauung. Gelangt ein solches Bakterium über das Trinkwasser in den Körper, wird es in den meisten Fällen entweder im Darm angesiedelt oder problemlos wieder ausgeschieden. Sind es sehr viele Erreger, reagiert der Körper mit Durchfall – und ist dann die Plage wieder los. Problematisch sind nur besondere Vertreter dieser großen Bakteriengruppe, die giftige Substanzen abgeben. Dazu gehört etwa der Ehec-Keim. Ebenfalls schwierig wird es, wenn die Fäkalkeime in andere Körperregionen gelangen, etwa in die Blutbahn, Gehirn oder Teile der Lunge. Dann drohen Entzündungen wie Harnwegsinfekte und Lungenentzündungen. Diese werden in der Regel mit Antibiotika behandelt, allerdings häufen sich Hinweise, dass es auch bei coliformen Keimen mehrere Vertreter gibt, die gegen die bekannten Wirkstoffe resistent sind.

Ultrafiltration in der Trinkwasserbehandlung

Ultrafiltration in der Trinkwasserbehandlung,
Foto: François Lacombe / Creative Commons Attribution 3.0 Unported

Schnelle Bestimmung der Belastung durch Fäkalkeime minimiert Gesundheitsrisiken im Trinkwasser

Daher ist eine möglichst schnelle Erkennung solcher bakterieller Verunreinigungen im Trinkwasser wichtig. Während herkömmliche Untersuchungsverfahren Verfahren im Labor bis zu 48 Stunden dauern, bietet  das neue Verfahren von VWM so eine erhebliche Verbesserung im Sinne einer Schnellerkennung. Damit ist es für die Behörden deutlich früher möglich, in den Wasserversorgungsprozess einzugreifen, den bzw. die ggf. betroffenen Wasserversorger auf die bakterielle Verunreinigung hinzuweisen und erforderliche Gegenmaßnahmen zur Wiederherstellung der Trinkwasserhygiene einzuleiten.

Für weitere Informationen rund um die Themenbereiche der vier Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft wie Trinkwasserqualität und -hygiene, Prozesswasseraufbereitung, sowie Hygiene und Desinfektion und auch dem passiven Wärmeschutz von Gebäuden schauen Sie sich gerne die Beiträge auf meiner Web-Site an und nutzen Sie das Kontaktformular der Web-Site für Ihre spezielle Anfrage.

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