20 Feb 2015

Neue Studie zum Schadstoffgehalt in Mineralwasser

Gefährliche Chemikalien in 18 Mineralwasser-Marken gefunden

20 Feb 2015

Wie bereits in einem zurückliegenden Beitrag beschrieben sind Kunststoffe als Materialien für Transport und Aufbewahrung von Trinkwasser, Mineralwasser und weiteren wasserhaltigen Getränken nicht in jeder Hinsicht ideal.

Natürlich kann bei diesen Werkstoffen im Zusammenhang mit der Handhabung von Trinkwasser keine Korrosion auftreten. Darüber hinaus ist sowohl das Verhalten gegen Ausfällungen von Kalk und weiteren Härtebildnern als auch die geringe Neigung zur Ausbildung und Haftung von Biofilmen als gut einzustufen (und damit wird die Bildung und Vermehrung von Keimen im Wasser gut verhindert). Allerdings kommt es, speziell bei der Langzeitlagerung und in Abhängigkeit von pH-Wert (Kohlensäure!) und weiteren charakteristischen Wasser- bzw. Getränkeeigenschaften, immer wieder zur Migration von Inhaltsstoffen aus dem Kunststoff in das Mineralwasser bzw. andere Getränke.

In einer neuen Studie zu diesem Themenbereich (Dissertation des von Prof. Dr. Jörg Oehlmann geleiteten Institutes für Ökologie, Evolution und Diversität an der Goethe Universität in Frankfurt am Main) wurden nun „Endokrine Disruptoren“ (EDCs), die das Wachstum und die Fortpflanzung negativ beeinflussen können, in 18 verschiedenen Mineralwasser-Marken gefunden.

Einen detaillierten Überblick über den Inhalt und das Ergebnis der Studie findet man unter netzfrauen.org.

Aktualisierung 26.09.2016

Nach einer Studie des Umweltbundesamts (UBA) zu möglichen Schadstoffgehalten in Flaschen-Mineralwasser aus dem Jahre 2009 blieb ein beklemmendes Gefühl: „nichts Genaues weiß man nicht“ … Wissenschaftler um den Ökotoxikologen Dr. Martin Wagner von der Goethe Universität Frankfurt am Main haben seitdem weitere Untersuchungen zu dem Thema durchgeführt. Ihr Ergebnis: im Mineralwasser ist ein bunter Cocktail aus Umwelthormonen vorhanden, neben östrogen wirksamen auch anti-östrogene Stoffe. Doch die Suche nach dem Übeltäter gestaltet sich schwierig

Auch das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat sich die möglichen gesundheitlich bedenklichen Inhaltsstoffe im Wasser aus PET-Flaschen angesehen – und gibt Entwarnung. Dass solche hormonell wirksamen Inhaltsstoffe gefunden wurden, wird nicht bestritten, doch als Fazit der Untersuchungen sind keine umfassenden Gesundheitsgefahren zu erwarten: „Die aktuell vorliegenden […] Ergebnisse hinsichtlich der östrogenen Aktivität in Mineralwasser geben derzeit keinen Anlass zur Annahme, dass östrogen aktive Substanzen in Mineralwasser ein akutes Gesundheitsrisiko darstellen.“

Für weitere Fragen rund um die Themenbereiche Trinkwasserqualität und -hygiene, Prozesswasseraufbereitung, Hygiene und Desinfektion sowie passiven Wärmeschutz von Gebäuden schauen Sie sich gerne die Beiträge auf meiner Web-Site an und nutzen Sie das Kontaktformular der Web-Site für eine spezifische Anfrage.

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