Aerosol mit Keimbeladung: Gesundheit adé!
Projekt

Aerosol mit Keimbeladung: Gesundheit adé!

„… und aus den Wiesen steiget,
der weiße Nebel wunderbar …“

Beschreibung
  • Elemente:

    Luft, Wasser

Lösung kennenlernen
Nebel Namib-Wüste, TPOTY 2014, Marsel van Oosten

Nebel Namib-Wüste,
TPOTY 2014, © Marsel van Oosten

Nebelbildung im Herbst

Foto: Eigene Aufnahme

Der Nebel, der im Herbst aus den Wiesen aufsteigt, mag in der Tat wunderbar sein;

aber der Nebel, der aus den vielen in Industrie, Gewerbe und Wohnungswirtschaft installierten Klein-Kühltürmen und Rückkühlwerken als Aerosol aufsteigt, ist es leider nicht immer, auch wenn die Auswirkungen nicht immer so gravierend sind, wie man hier meinen könnte…

 

Kühltürme saugen Keime aus der Umgebungsluft und spülen sie in das Kühlwasser ein

Ein luftdurchströmtes Rückkühlwerk ist immer eine Quelle für die Vermehrung unerwünschter Keime. Aus der Thermodynamik wissen wir: verdampfendes Wasser kühlt sich ab; daher ist ein Kühlturm eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, umlaufendes Kreislaufwasser wirkungsvoll und verhältnismäßig schnell abzukühlen.

Doch für jeden Kubikmeter Wasser, den man für Kühlzwecke verdampfen lässt, müssen ca. 1.000 Kubikmeter Luft durch das Wasser durchgesaugt bzw. durchgeblasen werden.

Umlaufkühlung, Kondensataustritt als Aerosol

Umlaufkühlung, schematisch,
Foto: Wikipedia.org (CommonismNow) / Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license

Mit dieser Luftmenge werden nicht  nur Schmutz und Staub in erheblichem Maße in den Wasserkreislauf eingetragen, sondern natürlich auch alle in der Umgebungsluft vorhandenen Keime um den Faktor 1:1.000 aufkonzentriert. Ist nun die Umlauftemperatur des Kühlkreislaufs so beschaffen, dass die Vermehrung der Keime in bester Weise unterstützt wird (in der Regel sind für die meisten Keime 25-45 °C ideale „Wohlfühltemperaturen“), finden die Keime ideale Wachstumsbedingungen: Nahrung (aus dem eingetragenen Schmutz und Staub) und ideale Vermehrungstemperaturen.

Ist der Kühlturm zusätzlich noch so aufgebaut, dass umliegendes Umgebungslicht und intensive Sonnenstrahlung direkt und ohne Abschirmung auf das umlaufende Kreislaufwasser einwirken können, erhöht sich dadurch noch die Keimbildungsgeschwindigkeit, denn nun werden auch noch lichtliebende Bakterien und Mikroorganismen zum Wachstum angeregt –  und der Vermehrung des „Kleintier-Zoos“ steht nichts mehr im Wege.

Über ein keimbelastetes Aerosol eingeatmete Mikroorganismen können schwerwiegende Gesundheitsschäden verursachen

Kuehlturm Rostock mit Dampffahne (Aerosol)

Foto: Wikipedia.org (ZinkFotografie) / Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license

Wenngleich Mikroorganismen auf allen Oberflächen um uns herum vorhanden sind, müssen sie dennoch keineswegs immer schädlich sein. Gefährlich wird es allerdings häufig dann, wenn wir die Keime nicht nur mit der Hand berühren und weitertragen, sondern wenn wir sie über die Lunge aufnehmen und einatmen (z.B. in Form eines Nebels bzw. als Aerosol).

Gerade bestimmte Arten von Legionellen, die in verunreinigtem Kühlwasser, neben anderen Keimarten, sehr häufig vorkommen, zeigen hier eine für den Menschen sehr schädliche Wirkung: die eingeatmeten Keime vermehren sich in der Lunge und können dabei zu schwerwiegenden Infektionen führen („Legionellose„), die, wenn sie zu spät als solche erkannt werden, mit irreparablen Gesundheitsschäden verbunden sein können, oder gar zum Tode der infizierten Person führen können.

Ein solches Aerosol tritt jedoch nicht nur in kleinen oder großen Kühltürmen auf, sondern überall dort, wo verdampfendes Wasser als wirkungsvolles und kostengünstiges Kühlmedium verwendet wird, also beispielsweise auch in den in Gebäuden häufig verwendeten Nasskühl- und -klimaanlagen.

Da umfangreiche technische Regelwerke (wie z.B. VDI 6022 und VDI 2047-2) und zahlreiche gesetzliche Vorgaben und Verordnungen mit entsprechenden empfindlichen Strafbewehrungen diesen sensiblen Gefahrenbereich umfangreich behandeln und regeln, sollte jeder Betreiber eines Kühlturmes und / oder Rückkühlwerks und Nasskühlanlage den Zustand seines Kühlwassers aufmerksam prüfen: angepasste und geeignete Betriebsbedingungen sowie Einsatz und Verwendung geeigneter Biozide und Desinfektionsmittel können hier der Vermehrung unerwünschter Mikroorganismen und Keime wirkungsvoll und nachhaltig entgegenwirken.

Wenn Sie Gefahren für Mensch und Umwelt, gleich ob innerhalb oder außerhalb eines Gebäudes, durch belastete Aerosole aus Ihrer Anlage vermeiden wollen, nutzen Sie unsere Sach- und Fachkompetenz als Technische Beratung in allen Bereichen der Prozesswasserbehandlung und -hygiene. Als Kompetenznetzwerk mit einem breiten Erfahrungsschatz bieten wir Ihnen praktikable, sinnvolle und bezahlbare Lösungen bei Ihren Fragen und Unsicherheiten bei der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben für den Betrieb von Kühlanlagen und -einrichtungen, wie z.B. Kühltürmen. Gerne beraten wir Sie in einem ersten Gespräch kostenfrei und unverbindlich; nutzen Sie für Ihre Anfrage das Kontaktformular dieser Web-Site!

blogwolke.de - Das Blog-Verzeichnis

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu, Diese sind für den Betrieb dieser Seite notwendig. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen