Raumklima-Management

Raumklima-Management

Raumtemperatur und Luftfeuchte als mögliche Hygieneprobleme …

Wärmeschutzfolien auf Fassaden

Foto: ebay.de / pixabay.de, CC0

Ohne ausreichende Sonnenstrahlung gibt es auf unserer Erde kein nennenswertes Leben. Doch so sehr wir den Wiederbeginn des Frühlings und den verlängerten Sonnenschein nach einem kalten, dunklen und sonnenarmen Winter herbeisehnen, so schnell kann die zunehmende Sonnenstrahlung uns bei unserer täglichen Arbeit in geschlossenen Räumen mit hohen Temperaturen, hohen Lichtintensitäten und einer zunehmenden Blendwirkung beeinträchtigen. Der Blendwirkung und der hohen Lichtintensität kann man zwar mit vielfältigen Beschattungssystemen vor Fenstern und Glasfronten Einhalt gebieten, an der eingestrahlten Wärme können diese „Raumverdunklungssysteme“ aber in der Regel nichts ändern.

Wärmeschutzfolien und -lamellen als wirkungsvoller passiver Wärmeschutz

Ganz anders wirken dagegen speziell für diesen Zweck entwickelte passive Wärmeschutzsysteme in Form von Intelligentes Gebäude-Monitoring in der Wohnungswirtschaft. Diese Systeme sind in Ihrer Wirksamkeit speziell auf eine hohe Rückstrahlung von Wärme (die sogenannte Infrarot- oder auch IR-Strahlung) ausgelegt. Hierfür werden geeignete Folien auf Basis von Polyethylen (PE) entweder in aufwendigen Vakuumverfahren mit speziellen Metallatomen bedampft (Mehrschicht-„Sputtering“) oder, in Form von Lamellen unterschiedlicher Arbeitsbreiten, PE-basierte Gewebe mit metallpartikelhaltigen Zusatzschichten versehen.

Wolkenkratzer im Sonnenlicht

Foto: pixabay / CC0

Wärmeschutzlamellen in Büroanwendung

Foto: Eigene Aufnahme

Diese Folien und Lamellen weisen dann, je nach Art und Dicke der Beaufschlagung und Einstrahlwinkel des Lichtes, Reflexionswerte von bis zu 85 % auf. Bedenkt man, dass auf eine Fensterfläche von 1 m² bei hoher Sonnenintensität eine Wärmeleistungsdichte von ca. 1.000 W / m² auftreten kann, kann man sich leicht vorstellen, wie schnell sich ein wärmetechnisch ungeschützter Raum aufheizen kann – bzw. wie wirkungsvoll diese Aufheizung mit entsprechenden Vorkehrungen und Schutzmaßnahmen verhindert werden kann. Ein weiterer großer Vorteil: die Reflexion der Wärmestrahlung funktioniert zu beiden Seiten der Folie hin: Raumwärme geht so nicht mehr über Glas- und Fensterflächen nach außen verloren.

Je nach Auslegungsart der Wärmeschutzsysteme kann erreicht werden, dass das sichtbare Licht fast komplett durch die Folie treten kann, somit fast keine Farbveränderung im Raum oder auch auf den mit Folie versehenen Fensterscheiben auftritt (damit sind solche Folien als passiver Wärmeschutz beispielsweise auch für Objekte im Bereich des Denkmalschutzes geeignet). Der wesentliche UNterschied in der Verwendung von Wärmeschutzfolien oder -lamellen liegt in der Dauerhaftigkeit der Beschattung: während Wärmeschutzfolien als dauerhafte und damit permanent applizierte Systeme dienen, handelt es sich bei Wärmeschutzlamellen um temporäre Systeme – werden Sie nicht gebraucht, kann man sie leicht zurückziehen.

Darüber hinaus wird mit diesen Systemen auch eine hohe und wirkungsvolle Abweisung der bei hoher Sonneneinstrahlung allgegenwärtigen UV-Strahlung erreicht; die Reflexionswerte liegen hier bei bis zu 90  %.

Intelligentes Klimaanlagen-Management als Raumtemperaturregelung

Auch wenn der Ausschluss von eingestrahlter Wärme der beste Weg ist, die Raumtemperatur auf einem erträglichen Niveau zu halten, ist der Einsatz von Klimaanlagen als technische Zusatzlösung häufig unverzichtbar, insbesondere, um einmal bereits im Gebäude „gefangene Wärme“ wieder nach außen zu bringen. Prinzipiell unterscheidet man in diesem Bereich zwischen zentralen Klimaanlagen, bei denen das gesamte Gebäude mit entsprechenden Kanälen für aufbereitete Luft versehen wird, und dezentralen Systemen, bei denen einzelne Räume bzw. Gebäudebereiche mit lokal installierten Kälte- / Klimaanlagen ausgerüstet werden.

Dezentrale Klimaanlagen an einem Hochhaus in Hongkong

Foto: Wikipedia / publ. dom., CC 2.0

Technisch unterscheidet man bei beiden Systemen zwischen Luft- / Wasser-Anlagen und Nur-Luft-Anlagen. Bei Luft- / Wasser-Anlagen erfolgt ein Teil der Temperierung über wassergebundene Flächenheiz- oder -kühlsysteme (wie z.B. Heizkörper, Kühldecken, o. ä.), während die Temperierung der zugeführten Außenluft, Luftförderung, Filterung, Be- und Entfeuchtung im zentralen Gerät verbleiben. Diese Bauweise erlaubt ein starkes Kühlen (oder auch Heizen) des Raums auch bei gemäßigter Luftförderung, also rel. geringen Strömungsmengen und -geschwindigkeiten.

Bei Nur-Luft-Anlagen dagegen erfolgt die komplette Konditionierung und Temperierung des Raumes ausschließlich mit der von außen zugeführten Luft. Nur-Luft-Anlagen kommen in der Regel zum Einsatz, wenn aus verschiedenen Gründen wassergebundene Flächenheiz- oder -kühlsysteme im Raum, z.B. aus optischen Gründen, vermieden werden sollen oder aus bautechnischen Gegebenheiten nicht möglich sind. So findet man solche Anlagen beispielsweise bei größeren Räumen, wie Sälen, Auditorien, Theatern, größeren Versammlungsräumen o. ä.

Beide Maßnahmen führen letztendlich zu einer erheblichen Verbesserung des Raumklimas; eine „zumutbare“ Raumtemperatur ist nicht zuletzt aus der Blickrichtung des Arbeitsschutzes für die in einem Raum bzw. Gebäude arbeitenden Menschen wichtig, denn nur in einem Umfeld mit akzeptabler Raumtemperatur könen Menschen ihre Leistungskraft und Kreativität voll entfalten.

Zentrale Klimaanlagen: höherer Wirkungsgrad als dezentrale Systeme – aber Abrechnungsprobleme vorprogrammiert …

Zentrale Klima- / Lüftungsanlagen gestatten eine umfassende und energieeffiziente Aufbereitung und Konditionierung der Raumluft. Unabhängig von der Fassadenausrichtung kann, häufig an der verkehrsabgewandten Gebäudeseite und in Bodennähe, im Winter wind- und regengeschützt relativ warme und im Sommer relativ kühle Außenluft in ein Gebäude eingebracht werden. Die Baugrößen ermöglichen durchgängig den Einsatz von Komponenten mit hohen Wirkungsgraden, wie z. B. Ventilatoren, Wärmerückgewinnung, Schalldämpfung.

Zentrale Gebäude-Klimaanlage

Foto: Wikipedia / publ. dom., CC 3.0

Ein weiterer Vorteil zentraler Klimaanlagen ist, insbesondere in neu geplanten bzw. erstellten Gebäuden, die Möglichkeit einer genaueren Auslegung und Dimensionierung auf Basis der bekannten Nutzungsdaten (z.B. gemäß VDI-Norm 2078). Bei dezentralen Systemen kommt es häufiger zu Überdimensionierungen („Sicherheitsreserve“ für sommerliche Extremtemperaturen), was zu einem erhöhten Energieverbrauch führen kann, insbesondere, wenn eine große Anzahl dezentraler Systeme in einem Gebäude betrieben wird.

Ein großer Nachteil zentraler Klima- / Kälteanlagen liegt in der schwierigen Abrechnung aufbereiteter Luft, insbesondere wenn mehrere Nutzer einer zentralen Einrichtung in einem Gebäude versorgt werden und die Nutzerprofile sich erheblich unterscheiden. Klassisches Beispiel: eine Shopping Mall, in der sich einerseits Bekleidungsgeschäfte befinden (Öffnungszeiten beispielweise 10 – 18 Uhr, Raumtemperatur 22 °C), parallel dazu ein Lebensmittel-Discounter (Öffnungszeiten 7 – 21 Uhr, Raumtemperatur 19 °C) und vielleicht noch ein Gastronomiebetrieb (Öffnungszeit 18 – 23 Uhr, Raumtemperatur 22 °C). Man kann sich mit wenig Fantasie vorstellen, dass aufgrund vorgeschriebener Luftwechselmengen, gewünschter Raumtemperatur und unterschiedlichen Außentemperaturen im Verlauf des Tages hier ein deutlich verschiedenes Raumtemperaturmanagent mit erheblichen Unterschieden im Bedarf an aufbereiteter Luft vorliegen wird. Bei dem heute üblichen Abrechnungsverfahren auf der Basis der anteilig genutzten Fläche kommt es hier regelmäßig zu Streitigkeiten bzgl. der vom Klimaanlagenbetreiber abgerechneten Luftleistungen zwischen Betreiber und Nutzer.

Doch inzwischen gibt es technische Lösungen, mit denen solche Abrechnungsprobleme bald der Vergangenheit angehören werden.

Klimaanlagen beeinflussen die Raumlufthygiene

Da mit Klima- / Lüftungsanlagen sozusagen „von außen“ in das Gleichgewicht zwischen Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit eingegriffen wird, beeinflussen externe Klima- und Kühlaggregate auch das Feuchtemanagement – und damit die Raumlufthygiene. Typisches Beispiel: die im Sommer mit rel. hoher Luftfeuchte beladene, warme Luft wird eingesaugt und durch die Klimaanlage heruntergekühlt. Dabei kann es an Kältebrücken (z.B. Fenstersimsen, Metallstützen, Luftkanäle) zur Abscheidung von Kondensat kommen. Diese „Feuchtenester / -flecken“ sind häufig die „Kinderstube“ zahlreicher Keime und Mikoorganismen (z.B. Schimmelsporen), die sich dort vermehren, über die bewegte bzw. strömende Luft im Raum verteilt werden und dann von den im Raum befindlichen Personen eingeatmet werden.

Klimaanlage, Feuchteschaden

Foto: eigene Aufnahme

Klimaanlagen sind daher häufig Emissionsquellen für Bioaerosole. Das in ihnen vorherrschende Milieu (Luftfeuchtigkeit, Temperatur) fördert das Wachstum von unerwünschten Mikroorganismen, wie z.B. Legionella pneumophilia oder auch Actinomyceten. Damit stellen sie eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsgefahr dar, denn beispielsweise regelmäßig und über einen längeren Zeitraum eingeatmete Schimmelsporen können bei den solcher verkeimter Luft ausgesetzten Personen zu Allergien, Asthma und anderen schwerwiegenden Atemproblemen führen.

Klima- und Lüftungsanlagen sind daher regelmäißg zu warten und hygienisch zu prüfen. Details dazu sind in der VDI-Norm 6022 beschrieben. An die regelmäßigen Prüffristen sollte man sich halten. Und an diese Aufgabe sollte man in jedem Falle nur einen versierten Fachbetrieb mit entsprechend ausgebildeten und geschulten Mitarbeitern heranlassen.

Lassen Sie sich über die vielfältigen Einflussmöglichkeiten auf Raumtemperatur und -klima und die damit einhergehende Verbesserung des Raumklimas fachgerecht beraten. Wir arbeiten mit verschiedenen Partnern zusammen und können Ihnen, gemeinsam mit diesen, ein maßgeschneidertes Angebot für Ihre Bedürfnisse und Belange erstellen – sicherlich sehr zur Freude und Zufriedenheit Ihrer Kunden, Gäste und Mitarbeiter!

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