15 Jan 2015

Strom aus Wind mal anders

Fallwindkraftwerke

15 Jan 2015

Windenergie ist heute, neben der Solarenergie, eine unserer wichtigsten Alternativen zur Energieerzeugung aus fossilen Wärmeträgern wie Öl und Gas.

Windrädern „verspargeln“ die Landschaft

Leider aber wird die Akzeptanz in der Bevölkerung mehr und mehr beeinträchtigt, da neben dem negativen Effekt der Optik („verspargelte Landschaft“) auch weitere Nachteile für die Anwohner in der Nähe solcher Türme verbunden sind: mit der Errichtung von heute üblichen mehrflügeligen Rotoren zur Windenergienutzung tritt nicht nur, speziell bei tiefstehender Sonne, ein lästiger wechselnder Schattenwurf auf, sondern es entsteht auch eine dauernde Geräuschbelästigung durch die Rotation der Blätter im Wind.

Neue Windenergieanlagen sind gefragt

Die Zeitschrift Process berichtet in einem sehr interessanten Beitrag über ein anderes Konzept, bei dem man aus der Kombination von Wärme (aus der Sonnenstrahlung) und Luft auf einfache Weise alternative Energie erzeugen kann – nämlich durch ein sogenanntes Fallwindkraftwerk.

Fallwindkraftwerk

Fallwindkraftwerk, Foto: youtube.com/CleanWindEnergy

Das Funktionsprinzip ist recht einfach, aber genial:

Ein entsprechender Turm wird als Hyperboloidbau als riesiger Zylinder aus gewöhnlichen Baustoffen und industriellen Standardteilen konstruiert. Genau wie ein Industrie-Kühlturm ist er innen hohl und nach oben offen. Nicht-temperiertes Wasser wird an den oberen Rand gepumpt und aus umlaufenden Düsen zum Zentrum hin zerstäubt, sodass eine Schicht aus Sprühnebel entsteht, die die gesamte Fläche der Turmöffnung bedeckt.

Die heiße Luft oberhalb des Turms trifft auf das kältere Wasser. Es kommt zu einem Temperaturausgleich zwischen den beiden Stoffen. Die Luft nimmt das Wasser auf, das also verdunstet. Das Gemisch sinkt im Turm-Inneren nach unten und erzeugt gleichzeitig einen Sog, der neue heiße Luft von oben nachzieht. Diese nach unten gerichtete Luftbewegung ist der namensgebende Fallwind.

(Quelle: Process.vogel.de)

Fallwindkraftwerk – „umgekehrter Kühlturm“

Bringt man nun in den fallenden Luftstrom geeignete Turbinen ein, kann man über den Fallwind elektrische Energie gewinnen. Bei diesem Prinzip entsteht dementsprechend keine Geräuschbelastung durch drehende Rotoren.

Man darf gespannt sein, ob sich hier in naher Zukunft ein neues Konzept zur Gewinnung von Alternativen Energien aus Wind und Sonne durchsetzen wird.

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