Trinkwasser

Trinkwasser

Sind Sie sicher vor Legionellen und anderen Wasserverschmutzungen?

Schauen Sie ab und zu einmal in Ihren Kühlschrank und prüfen das Haltbarkeitsdatum Ihrer Lebensmittel? Angenommen, Sie kommen nach einem 3-wöchigen erholsamen Urlaub zurück in Ihre Wohnung, am nächsten Montag geht die Schule wieder los.

gefüllter Kühlschrank

Foto: Wikipedia / CC 3.0

Würden Sie Ihren Kindern die angebrochene, 3 Wochen alte Leberwurst aus dem Kühlschrank noch, ohne viel nachzudenken, auf das Frühstücksbrot packen? – nein? – ein paar Zweifel an der Frische des Produktes? …

Auch Trinkwasser, für Mensch und Tier das wichtigste Lebens- und Grundnahrungsmittel, hat ein Haltbarkeitsdatum; aber wo findet man das? – das mit der Verpackung von Trinkwasser ist ja ein bisschen schwierig …

In der Tat findet sich das „Haltbarkeitsdatum von Trinkwasser“ nicht auf der Verpackung (die „Verpackung“: das ist Ihre Trinkwasserinstallation in Ihrem Haus oder Wohnung!), sondern in einer technischen Norm, die sich mit dem richtigen Umgang mit Trinkwasser befasst. In der DVGW-Vorschrift W 551 findet man eine solche Angabe zum „Haltbarkeitsdatum von Trinkwasser“: bereits nach 72 Stunden ohne Wasserbewegung / Wasserabnahme kann man davon ausgehen, dass die Trinkwasserqualität nicht mehr „tipp-topp“ ist, sondern dass sich bereits Keime und Krankheitserreger merklich vermehrt haben können.

verschmutztes Trinkwasser

Foto: © Bau-welt.de

Nichts führt so schnell zu Problemen in der Grundversorgung von Menschen wie das Fehlen von sauberem Trinkwasser. Dies spiegelt sich auch in unserer Gesetzeslandschaft wider: Wasser wird per Gesetz als Lebensmittel eingestuft und behandelt, und das Rohrleitungsnetz eines Gebäudes, in dem das Trinkwasser an die einzelnen Verbraucher und Abnehmer weitergeleitet wird, ist somit per Definition eine Lebensmittelverpackung (siehe z.B. hier).

Unsere Wasserversorger wenden viel Arbeit und Energie für die Reinigung und Aufbereitung unseres „Leitungswassers“ auf. Das Ergebnis ist eine hohe Wasserqualität, die über das Versorgungsnetz bis an unsere Hausanschlüsse zur Verfügung gestellt wird. Leider beginnen dann in unseren Haus-Wassernetzen häufig die Probleme mit der Wasserqualität.

Problembereich stehendes Wasser – „Wasser muss fließen“

Wasserhahn Schlauchinstall. Stuehlinger Park

Foto: Wikipedia.de (Theophilius) / CC-by-sa 3.0/de

Stehendes Wasser in nicht genutzten Rohrleitungen und Schlauchverbindungen, für den Transport von Trinkwasser ungeeignete und nicht freigegebene Materialien, qualitativ minderwertige Armaturen, nicht angepasste Warmwassertemperaturen und kleine Undichtigkeiten als Ursachen für eindringende Mikroorganismen führen dazu, dass unerwünschte Keime in das Trinkwassernetz eindringen und sich dort ausbreiten können. Die Folgen sind die Ausbildung eines Biofilms in den Rohrleitungen, damit einhergehend die Vermehrung der Keime und Mikroorganismen in den gebildeten Biofilmen und damit einhergehend sehr häufig auch Korrosionseffekte durch Stoffwechselprozesse der Bakterien und schließlich auch verschiedene Krankheitsbilder durch die Aufnahme von verkeimtem Wasser. Dabei kann man eine Vielzahl von Krankheitserregern und Keimen im Trinkwasser beobachten: neben den bekannten unterschiedlichen Typen von Legionellen, denen in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ein besonderes Augenmerk geschenkt wird, sind dies u.a. verschiedene Arten von Pseudomonaden (z.B. Pseudomonas aeruginosa), Staphylokokken (z.B. Staphylococcus aureus), Kolibakterien (z.B. E. coli und Unterarten) und viele andere mehr.

Dass der Befall von Trinkwasseranlagen mit Legionellen keine Ausnahmeerscheinung ist, sondern, ganz im Gegenteil, gerade bei älteren Systemen sehr häufig auftreten kann, sieht man beispielsweise an der stetig steigenden Zahl der Presse-Informationen und -Artikel in einschlägigen Tageszeitungen und Veröffentlichungen zu diesem Stichwort; schauen Sie sich den aktuellen Stand zum Thema „Legionellen“ beispielsweise hier an.

Neben den schädlichen Auswirkungen durch die Flüssigaufnahme und das Trinken von verkeimtem Wasser kennen wir, insbesondere im Warmwasser, auch Krankheitsbilder, die durch das Einatmen von Wasserdampf und Aerosolen aus verkeimtem Wasser entstehen. Eine solche Erkrankung ist die Legionellose, eine bakterielle Infektion, die durch das Einatmen von mit Legionellen verseuchtem Wasser entsteht. Im Krankheitsbild sehr ähnlich einer klassischen Lungenentzündung wird die Krankheit im Frühstadium häufig nicht erkannt und kann dann, insbesondere bei Menschen mit einem anfälligen Immunsystem (Säuglinge, ältere oder bereits erkrankte Menschen, frisch operierte Patienten, …) einen kritischen Verlauf nehmen, bis hin zum Tod des infizierten Patienten, wenn mögliche Gegenmaßnahmen nicht rechtzeitig eingeleitet und wirksam werden.

Legionellose – Legionellen als Krankheitsauslöser

Über die Zahl der Todesfälle durch Legionellose in Deutschland gibt es keine einheitlichen Zahlenangaben. Fachleute im Bereich von Infektionskrankheiten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer sehr hoch ist, im Wesentlichen aufgrund der Verwechslungsgefahr mit der klassischen Lungenentzündung. Für den Gesetzgeber war diese Situation schließlich ausschlaggebend dafür, die bestehende Trinkwasserverordnung (TrinkwV) zu überarbeiten und die Vorgaben zur Bereitstellung von hygienisch einwandfreiem Wasser für die Betreiber zu verschärfen. In der aktuell gültigen Version vom Dez. 2012 werden jedem Betreiber einer Trinkwasserinstallation eine Vielzahl von Pflichten und Vorgaben auferlegt; ein wesentlicher Teil dieser Verpflichtung liegt in der nachweislich regelmäßigen Prüfung der Trinkwasserqualität in Form entsprechender bakterieller Untersuchungen. Die Häufigkeit dieser Prüfungen sowie alle weiteren wesentlichen Vorgaben finden sich im Wortlaut der aktuell gültigen Version der TrinkwV. Eine kurze Video-Zusammenfassung der Legionellen-Problematik im Trinkwasser, insbesondere beim Duschen, finden Sie auch hier:

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Aerosole am Kaltwasserhahn#02_2

Foto: Eigene Aufnahme

(Video: YouTube, SWR / Odysso)

Aber die Bildung von besonders feinteiligen und damit lungengängigen Aerosolen (< 5 µm) ist keineswegs nur auf das Duschen beschränkt; an jedem Wasserhahn mit einem funktionstüchtigen Perlator kann das Problem ebenso auftreten, wie nebestehendes Foto zeigt.

Aufgrund der möglichen hohen Gesundheitsgefährdung durch Legionellen (s. z.B. im Fachbeitrag von Hr. Dr. Jürgen Hartmann, Arbeitsmediziner:  2015_06_17_Langen_tegeba_enviSyst_Infoveranstalt_HrDrHartmann) und andere Keime im Trinkwasser hat der Gesetzgeber die Nichteinhaltung der Vorgaben der TrinkwV mit empfindlichen Strafen, bis hin zu Gefängnisstrafen, belegt (damit ist die TrinkwV aktuell die einzige Verordnung mit einer Strafbewehrung; weitere Details zu den rechtlichen Aspekten finden sich beispielsweise in einer Stellungnahme der Fachhochschule Münster).

Betreiber von Trinkwasseranlagen – wer ist betroffen?

typischer Brunnen in Parks

Foto: Wikipedia.org (Big.N) / public domain

Vielen Betreibern von Trinkwasseranlagen, z.B. in Industrie und Gewerbe („Unternehmer und sonstige Inhaber“ (UsI) einer Trinkwasser-Installation), ist häufig gar nicht klar, wer alles unter die Regularien und Festlegungen der Trinkwasserqualität und -hygiene – und damit auch die Verstöße dagegen – fällt. So sind keineswegs nur die Betreiber von öffentlichen oder gewerblichen Dusch- und Wascheinrichtungen (wie z.B. Schwimmbäder, Sporthallen, Hotels, Campingplätze, Jugendherbergen, …) betroffen, sondern auch Industriebetriebe aller Art mit Mitarbeiterduschen, Betreiber von Springbrunnen, Berieselunganlagen und ähnlichen Einrichtungen, und viele andere mehr. Im Grunde kann man davon ausgehen, dass überall dort, wo Trinkwasser zur Verfügung steht und verwendet wird (gleich ob Becken, Dusche, Springbrunnen oder Wasserhahn), Sorge für die entsprechende Qualität zu tragen ist – sowohl über nationale Verordnungen, Gesetze und Vorgaben als auch auf EU-Ebene, beispielsweise über die Regularien der TrinkwV oder über die Arbeitsstättenverordnung, Infektionsschutzgesetz, …. – also keine wirklich einfache Materie!

Auszug zu Gesetzen, Normen, u. Richtlinien zur Trinkwasserqualität

Auszug zu Gesetzen, Normen, u. Richtlinien zur Trinkwasserqualität,
© TEGEBA / C. Scheele GmbH

Für jeden Betreiber einer Trinkwasseranlage sollte es daher selbstverständlich sein, den auferlegten Verpflichtungen zur Bereitstellung von hygienisch einwandfreiem Trinkwasser nachzukommen. Für Planer, die im Bereich der Planung und Auslegung von Trinkwasseranlagen tätig sind, sei als Basis-Information die vom Deutschen Kupferinstitut neu aufgelegte Info-Broschüre „Aktuelles zur Legionellen-Prophylaxe“ empfohlen.

Inzwischen gibt es verschiedene Unternehmen und Organisationen, die den kompletten Service rund um den Themenbereich der Trinkwasseruntersuchung und –hygiene anbieten. Einer dieser Servicepartner ist die TEGEBA . Bei der TEGEBA sind Sie als Betreiber einer Trinkwassereinrichtung in guten Händen. Mit einer Vielzahl von durchgeführten Analysen und erstellten Gefährdungsanalysen gem. § 16 Abs. 7 TrinkwV hat sich die TEGEBA als einer der Marktführer in diesem Segment etabliert.

Intelligentes Gebäude-Monitoring erleichtert die Verwaltung von Routineaufgaben wie Trinkwasserprüfung

Man kann sich leicht vorstellen, dass, speziell bei der Verwaltung einer größeren Anzahl an Wohneinheiten, für die regelmäßige Überwachung der Trinkwasserinstallationen eine Menge an Daten anfallen: Laborwerte, Wiedervorlagen / Termine für Neubeprobungen, … Da ist es natürlich mehr als hilfreich, auf ein intelligentes und hilfreiches System zur Verwaltung solcher Daten zurückzugreifen. Solche Software-Plattformen erlauben neben der Verwaltung typischer „Trinkwasser-Hygienedaten“ auch die Verwaltung zahlreicher weiterer Routineaufgaben wie Wartungsintervalle diverser technischer Anlagen und Einrichtungen in Gebäuden.

Ein Beispiel dafür ist der GW-Manager von envi-systems. Diese Software-Plattform ist cloudbasiert und erlaubt so den Zugriff auf die vorhandenen Daten und Informationen auch von unterwegs, mit mobilen Systemen und damit direkt vor Ort im jeweiligen Objekt.

Wenn Sie also nicht sicher sind, ob und in welchem Umfang Sie beim Betrieb Ihrer Trinkwasseranlage unter entsprechende gesetzliche Regularien und Vorgaben fallen und welchen Risiken Sie sich dabei ggf. aussetzen, nutzen Sie das Kontaktformular auf dieser Web-Site für eine Anfrage; als Partner der TEGEBA stehe ich Ihnen gerne bei allen Fragen zum Themenbereich Trinkwasserhygiene mit Rat und Tat zur Verfügung.

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