01 Sep 2015

Wichtige Reservoirs für Süsswasser in ernster Gefahr

Nur 0,3 % der weltweiten Wasservorräte sind als Trinkwasser verfügbar – sollten wir da nicht etwas aufmerksamer hinsehen?

01 Sep 2015
Süsswasser im Baikal-See

Baikalsee im April 2008,
Foto: Wikipedia.org / Octagon, Creative Commons Attribution 3.0 Unported

Reservoirs für Süsswasser bedroht

In den letzten Wochen und Monaten mehren sich die Berichte über eine bedrohliche Entwicklung bei wichtigen Reservoirs für Süsswasser für die Menschheit. So ist nicht nur der Titicaca-See in den südamerikanischen Anden, in den mehr als 25 Flüsse münden (vom Global Nature Fund in 2012 zum Bedrohten See ernannt), durch zunehmende Verschmutzung bedroht, auch der Baikal-See, der weltweit tiefste und einer der wasserreichsten Seen der Welt (in der Wassermenge größer als die Ostsee!), ist ernsthaft bedroht. Dabei sind gerade die grossen Flüsse und Seen als Reservoirs für das auf unserem Planeten so rare Süsswasser die wichtigste Quelle für Trinkwasser aus Oberflächenwasser.

Exzessive Wasserentnahme und unkontrollierte Verschmutzung bedroht Seen und Flüsse

Dass das Kaspische Meer durch exzessive Landwirtschaft (v.a. Baumwollanbau) inzwischen bereits nahezu „trockengelegt“ ist, ist für die meisten von uns keine Neuigkeit mehr, sondern traurige Realität. Auch an den Großen Seen in Nordamerika und dem größten Grundwasserspeicher der USA, dem sogenannten High-Plains-Aquifer, geht die Wasserknappheit durch Regenmangel nicht spurlos vorbei.

Ruhr, mit Buhnen

Foto: Wikipedia.de / N. Selisky, GNU Free Documentation License

Nun kann man natürlich argumentieren, das ist „alles weit, weit weg“, aber leider ist die Wassersituation bei unseren wichtigen Oberflächen-Reservoirs, den Flüssen auch nicht wirklich viel besser, wie zahlreiche Experten in einer aktuellen Studie aufzeigen. Der großflächige Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ebenso wie der zunehmende Konsum (und die damit verbundenen spätere Entsorgung) von Arzneimitteln zeigen Folgen, z.B. auch für die Flüsse in Deutschland bzw. Baden-Württemberg. Zwar sind die aktuell festgestellten Konzentrationen von Medikamenten-Wirkstoffen noch sehr niedrig, aber nachweisbare Rückstände finden sich in den sogenannten Fließgewässern selbst dann, wenn sie in den Kläranlagen bereits zu einem großen Teil abgebaut werden. Ein solches Negativ-Beispiel ist der entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkstoff Diclofenac mit einem bundesweiten Jahresverbrauch von etwa 80 bis 90 Tonnen pro Jahr.

Auch Flüsse in Deutschland betroffen

Die Daten und aktuelle Situation in deutschen Flüssen wurden von der LUBW erhoben und zusammengefasst, einer Landesanstalt, die sich mit Umwelt- und Naturschutz beschäftigt. Unter anderem werden bei der LUBW ständig Daten zur Luft-, Boden- und Wasserqualität erhoben und ausgewertet. Weitere Informationen zur Gewässersituation in Deutschland finden sich auch hier:

Höchste Zeit, sich mit der zunehmend problematischeren Gewässersituation zu beschäftigen; die Trinkwasserressourcen haben sich zum Teil über mehrere Tausend Jahre aufgebaut, und wir tun gut daran, sie jetzt nicht in wenigen Jahrzehnten zu „verfrühstücken“ …

Für weitere Fragen rund um die Themenbereiche der vier Elemente Wasser, Erde, Feuer und Luft wie Trinkwasserqualität und -hygiene, Prozesswasseraufbereitung, Hygiene und Desinfektion sowie passiven Wärmeschutz von Gebäuden schauen Sie sich gerne die Beiträge auf meiner Web-Site an und nutzen Sie das Kontaktformular der Web-Site für Ihre spezielle Anfrage.

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