26 Jan 2015

„Wundermaschine“ Omni Processor soll Welt-Wasserprobleme lösen

Der Omni Processor, eine Entwicklung von Janicki Bioenergy, kann nach Einschätzung der Erfinder helfen, das Welt-Trinkwasserproblem zu lösen

26 Jan 2015

Eine „Wundermaschine“, die Kot verbrennt und sauberes Wasser hinterlässt? Laut Bill Gates gibt es diese Maschine, die Menschen in Entwicklungsländern mit „köstlichem Trinkwasser“ helfen soll den Omni Processor der Fa. Janicki Bioenergy.

Die Wasserversorgung ist in vielen Ländern der Welt kritisch zu sehen. Hohe Schadstoffbelastungen aufgrund fehlender oder unzureichender Umweltstandards machen die Aufbereitung von Schmutz- und Abwasser technisch aufwendig und daher sehr teuer. Gerade erst kürzlich hat das an der Studie beteiligte Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) über die Untersuchungen eines internationalen Expertennetzwerks berichtet. Bei dieser Studie, einer Aktualisierung  des schon vor mehreren Jahren von den Wissenschaftlern entwickelten Konzepts der „planetaren Grenzen“, hat sich gezeigt, dass heute bereits vier von insgesamt neun „planetaren Grenzen“ verletzt werden. Eine dieser als besonders kritisch betrachteten Grenze ist unsere Trinkwasserqualität.

Ressource Trinkwasser ist weltweit begrenzt

Notkühler Bigasanlage

Foto: Florian Gerlach (Nawaro) / CC BY-SA 3.0

Daher wird auf vielen Wegen nach neuen und alternativen Wegen gesucht, die begrenzte Ressource Wasser optimal zu nutzen und sauberes Wasser auf allen nur denkbaren Wegen wieder zu gewinnen. Einen interessantenWeg will das Unternehmen Janicki Bioenergy jetzt beschreiten: durch die Hochtemperaturverbrennung von Fäkalien bei ca. 1.000 °C („Thermische Hydrolyse“) kann das „Omniprocessor“ genannte Gerät laut Hersteller Trinkwasser hoher Reinheit gewinnen; in der aktuellen Auslegungsgröße können durch die Aufbereitung von Fäkalien von 100.000 Menschen bis zu 86.000 l Trinkwasser pro Tag erzeugt werden, das in Reinheit und Qualität nach Aussage des Herstellers den hohen Anforderungen und Qualitätsstandards von FDA und WHO entspricht.

Mit Bill Gates hat man jetzt einen sehr populären Sponsor und Unterstützer für das Projekt gewinnen können. Sollte sich das Verfahren tatsächlich als ein solcher Meilenstein herausstellen, könnten auf diesem Wege zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: die Sammlung von Fäkalien und Abwässern aus Siedlungswirtschaft und Tierhaltung und die Trinkwassergewinnung daraus. Damit würde sowohl das Grundwasser als auch das oberflächennahe Flusswasser von hohen Schmutzeinträgen entlastet und die Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung entsprechend reduziert.

Der abschließende Einsatz des Verfahrens wird natürlich auch sehr stark von der Wirtschaftlichkeit und damit den Aufbereitungskosten des Verfahrens abhängig sein. In diese Betrachtung wird man sicherlich auch die Schaffung entsprechender Kanal- und Abwasserauffangsysteme mit einbeziehen müssen, die in den entsprechenden Zielregionen häufig noch nicht bestehen. Man darf gespannt sein, wann entsprechende Daten, Zahlen und Fakten für Investitionsplanungen und die Umsetzung des Verfahrens vorliegen werden.

Für weitere Fragen rund um die Themenbereiche Trinkwasserqualität und -hygiene, Prozesswasseraufbereitung, Hygiene und Desinfektion sowie passiven Wärmeschutz von Gebäuden schauen Sie sich gerne die Beiträge auf meiner Web-Site an und nutzen Sie das Kontaktformular der Web-Site für eine spezifische Anfrage.

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